Diagnose der Alzheimer-Krankheit-Das Google Pixel 4 hilft

Diagnose der Alzheimer-Krankheit

Diagnose der Alzheimer-Krankheit-Das Pixel 4 war ein Flop für Google und hat die Erwartungen des Unternehmens nicht erfüllt. Jetzt, fast drei Jahre später, meldet sich das Smartphone in der Forschung zurück. Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten haben das Pixel 4 erfolgreich zur Identifizierung von Alzheimer eingesetzt.

Das Google Pixel 4 wird von einem Studienteam am DigiHealth Lab der University of California San Diego eingesetzt, um Alzheimer bei Patienten frühzeitig zu erkennen und eine schnelle Behandlung zu ermöglichen. Zumindest können die Symptome der neurologischen Erkrankung auf diese Weise verzögert werden. In einem Videointerview mit The Verge zeigte ein Doktorand der UC San Diego, wie das Pixel 4 zur Erkennung von Alzheimer eingesetzt wird.

Die entscheidende Funktion der Infrarotkamera

Die Augen, so erklärt der Doktorand Colin Barry, sind eine entscheidende Maßnahme bei der Identifizierung von Alzheimer-Krankheit. Vor allem die Studenten spielen eine wichtige Rolle. Forscher können kognitive Beeinträchtigungen beurteilen, indem sie die Pupillenreaktion eines Patienten bei verschiedenen Aktivitäten messen. Die Infrarotkamera des Google Pixel 4, die ursprünglich für die Gesichtsentsperrung entwickelt wurde, hilft dabei.
Wie Barry erklärt, ist eine Infrarotkamera besser geeignet, die Verkleinerung und Vergrößerung der Pupille aufzuzeichnen als eine normale Kamera. Eine herkömmliche Kamera hat Schwierigkeiten, zwischen der Iris und der Pupille zu unterscheiden, insbesondere bei Personen mit dunkelbrauner Iris; eine Infrarotkamera ist wesentlich genauer.

Diagnose der Alzheimer-Krankheit-Wie kann das Pixel 4 bei der Alzheimer-Diagnose helfen?

Forscher der UC San Diego haben eine maßgeschneiderte Software für das Pixel 4 entwickelt, um Alzheimer zu erkennen. Nutzer müssen nach dem Start der App mit einem Auge über einen Sichtschutz direkt auf die Infrarotkamera des Pixel 4 blicken. Anschließend müssen sie eine kognitive Übung absolvieren; im Video muss der Redakteur von The Verge beispielsweise eine Zahlenreihe wiederholen.

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Die App zeichnet die Emotionen des Schülers auf, während er die Übung absolviert. Leider können die Daten nicht sofort auf dem Smartphone ausgewertet werden, sondern müssen erst in ein Labor übertragen werden. Das ist zwar zeitaufwändig, aber laut Barry viel praktischer als eine herkömmliche Alzheimer-Diagnose. Für die Diagnose wird in der Regel ein Pupillometer benötigt, das etwa 10.000 Dollar kostet. Für viele Kliniken sind die hohen Kosten ein Hemmnis.

Das Pixel 4 kann dieses medizinische Messgerät natürlich nicht ersetzen, aber es ist eine praktikable Option. Das Studienteam der UC San Diego prüft nun, ob die Messungen des Pixel 4 präzise genug sind, um eine glaubwürdige Alzheimer-Diagnose zu stellen.

Wären andere Handys in der Lage, die gleiche Diagnose zu stellen?

Überraschenderweise ist das Pixel 4 derzeit das beste Smartphone für die Diagnose, obwohl Infrarotkameras nicht mehr häufig in Smartphones zu finden sind. Seit dem Pixel 5 hat Google die Funktion entfernt, und auch Samsung-Smartphones verfügen nicht mehr über eine Infrarotkamera.
iPhones sind nun die einzigen Smartphones mit eingebauten Infrarotkameras. Allerdings gibt es bei iOS ein Problem. Da es sich um ein weitgehend geschlossenes Betriebssystem handelt, wäre es für Wissenschaftler äußerst umständlich, über ihre App Zugang zur Infrarotkamera zu erhalten.

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