Das Spätstadium von Alzheimer: ohne Hilfe geht nichts mehr

In dieser letzten Phase von Alzheimer geht für die Betroffenen ohne Pflege und Betreuung gar nichts mehr.

Sie sind nicht länger fähig, neue Informationen aufzunehmen und zu speichern. Menschen, die ihnen sehr nahestehen, erkennen sie kaum. Sie können sich nur noch mit wenigen Wörtern ausdrücken. 

Die Erkrankten sind in dieser Krankheitsphase nicht mehr verängstigt, unruhig und depressiv. Auch Wahnvorstellungen treten kaum noch auf. Sie verlieren jedoch die Kontrolle über den Körper. Die Bewegungsfähigkeit ist zunehmend eingeschränkt. Bei vielen Patienten sind nur noch kleine Schritte mögliche, manche können gar nicht mehr gehen. Sie haben auch nicht mehr das Bedürfnis, sich zu bewegen. Diese finden nur noch auf Aufforderungen statt. Manche Alzheimer-Patienten können nicht mehr aufrecht sitzen. Auch die Mimik und Schlucken sind eingeschränkt. Die Erkrankten können in dieser Phase den Darm und die Blase nicht mehr kontrollieren. Bei manchen Patienten kann es zu Krampfanfällen kommen. Allgemein sind die Alzheimer-Kranken teilnahmslos und nehmen weder sich selbst noch ihre Umgebung richtig wahr.

Über die Dauer der jeweiligen Stadien der Erkrankung können keine Vorhersagen gemacht werden. Nach der Diagnose Alzheimer leben die Patienten im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre. Es ist aber möglich, dass es wesentlich weniger lang oder viel länger dauert, bis die betroffene Person stirbt. Die Erkrankten sterben häufig an Begleiterkrankungen wie etwa einer Lungenentzündung.

Ist Alzheimer heilbar?

Leider ist Alzheimer bis zum heutigen Tage nicht heilbar.

Es stehen einige Medikamente zur Verfügung, welche die Symptome über einen begrenzten Zeitraum etwas lindern können. Daher werden auch nicht-medikamentöse Verfahren, sowohl invasive als auch nicht-invasive erforscht unter anderem die Tiefe Hirnstimulation. Die Tiefe Hirnstimulation wurde 1995 zuerst in Europa zur Behandlung des Morbus Parkinson zugelassen. Mittlerweile wurden weltweit über 200.000 Operationen durchgeführt. Die Wirksamkeit der Tiefen Hirnstimulation zur Behandlung der Alzheimer-Demenz im frühen Krankheitsstadium wird zur Zeit untersucht.

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Wie können Patienten bereits jetzt von dieser Therapieform profitieren?

Betroffene können bis Ende 2024 an der großangelegten Alzheimer Therapie Studie ADvance II teilnehmen.

 

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