Bluttest auf Alzheimer

Forscher in Deutschland haben Bluttests entwickelt, um Alzheimer-Demenz möglichst früh erkennen zu können. MicroRNAs im Blut geben Aufschluss über Prozesse im Gehirn. Bei einem Ausschlussverfahren mit Menschen, Mäusen und Zellkulturen haben Forscher drei microRNAs im Blut identifiziert, die bei ersten Alzheimer-Symptomen auftreten. So entwickelten 90% der Patienten mit leichten Gedächtnisstörungen und erhöhten microRNA-Werten innerhalb von zwei Jahren Alzheimer.

So wurden Schnelltests entwickelt, um das Risiko an Alzheimer  zu erkranken, einschätzen zu können. Aus dem Finger werden nur wenige Tropfen Blut abgenommen und im Labor auf die Anzahl der microRNAs analysiert. Es gibt Möglichkeiten der Alzheimer Krankheit vorzubeugen, allerdings kann man Alzheimer noch nicht heilen (neue Therapieform für Alzheimer wird derzeit in der Advance II Studie nachgewiesen). Sobald man sich im frühen Alzheimer Stadium befindet, sollte gehandelt werden. Verschiedene Verfahren für medikamentöse und nicht medikamentöse Therapien sind zugelassen und werden oft in Kombination angewandt. Zu den Medikamenten gehören in erster Linie Donepezil, Rivastigmin und Galantamin, aber auch pflanzliche Präparate wie Gingo biloba, die zumeist im milden Stadium der Alzheimer Erkrankung verschrieben werden. Zu den nicht medikamentösen Verfahren gehört die  neuartige und CE-zugelassene Tiefe Hirnstimulation. Hier werden durch einen neurochirurgischen Eingriff  zwei Elektroden implantiert, um den Gedächtnisschaltkreis des Gehirns zu stimulieren.

Neu: Studie zur neuen Alzheimer Therapie

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