Auswertung von Biomarkern bei Alzheimer

Auswertung von Biomarkern bei Alzheimer

Auswertung von Biomarkern bei Alzheimer-Forscher behaupten, dass die MRT des Schädels eine genaue Diagnose der Alzheimer-Krankheit ermöglichen kann.

Alzheimer-Biomarker können mit Hilfe eines Algorithmus zur automatischen Analyse von Magnetresonanztomographien des Gehirns ermittelt werden. Wie die Arbeit eines Londoner Forscherteams zeigt, können diese genau erkennen, ob und welche Art der Alzheimer-Krankheit vorliegt.

T1-gewichtete (T1w) Magnetresonanztomographien (MRT) sind die Grundlage eines neuen Ansatzes zur Erkennung der Alzheimer-Krankheit (AD). T1w-MRT-Bilder wurden automatisch in 115 Bereiche mit jeweils eigenen radiologischen Merkmalen unterteilt, die mithilfe eines statistischen Modells erkannt, normalisiert und gewichtet wurden.

Der Algorithmus wurde daraufhin trainiert, Veränderungen in diesen Merkmalen zu erkennen, die darauf hindeuten können, ob der Patient an Alzheimer erkrankt ist und wenn ja, an welcher Art von Alzheimer er leidet. In der Folge wurden prädiktive Alzheimer-Vektoren (ApV) erstellt, die sich in der Forschung als äußerst genaue Biomarker erwiesen.

Es ist möglich, ein Ergebnis zu erhalten, das bis zu 98 Prozent korrekt ist

ApV1 und AvP1x können verwendet werden, um das Vorhandensein der Alzheimer-Krankheit festzustellen. ApV1 wird anhand von 20 Merkmalen aus 14 verschiedenen Bereichen bewertet. In der Studie wurde eine standardisierte Genauigkeit von 98 Prozent festgestellt. Die Bestimmung des Hippocampus-Volumens und des Amyloidgehalts im Liquor beispielsweise sind nur zu 26 bzw. 62 Prozent genau. 19 Merkmale aus zwölf Orten werden mit den Ergebnissen der kognitiven Tests und der Liquoruntersuchung auf AvP1x zusammengeführt.

AvP2 und AvP2x können verwendet werden, um festzustellen, ob die Alzheimer-Krankheit im Frühstadium (leichte kognitive Beeinträchtigung, MCI) oder im Spätstadium (schwere kognitive Beeinträchtigung, SCI) auftritt. Bei AvP2 werden acht Merkmale aus sieben Bereichen mit den Ergebnissen von kognitiven Tests und Liquoruntersuchungen zusammengeführt; bei AvP2x werden 19 Merkmale aus 15 Regionen mit den Ergebnissen von kognitiven Tests und Liquoruntersuchungen vermischt. AvP2 kann die Form der Alzheimer-Krankheit in 79 % der Fälle korrekt identifizieren, während AvP2x dies in 86 % der Fälle schafft.

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Für die Forschung wurde der Ansatz an Schädel-MRTs von über 400 Patienten mit Alzheimer im Früh- und Spätstadium, gesunden Kontrollpersonen und Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen wie frontotemporaler Demenz und Parkinson-Krankheit untersucht.

Die Operation ergab Anomalien im Kleinhirn und im ventralen Zwischenhirn, die bisher nicht mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht worden waren. Dies eröffnet neue Wege für die Erforschung der Alzheimer-Krankheit.

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