Alzheimer Studie der WHO: „Zahl der an Demenz erkrankten Menschen so hoch wie noch nie“

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Alzheimer Studie der WHO: „Zahl der an Demenz erkrankten Menschen so hoch wie noch nie“ – Das sind die Gründe

2019 waren weltweit schätzungsweise fünfundfünfzig Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die WHO geht in ihren Prognosen bis 2030 von einer Zunahme der Demenzerkrankten von ungefähr vierzig Prozent aus. Die Menschen werden immer älter. Damit nimmt aber auch die Anzahl der Demenzerkrankungen zu, die sich besonders im hohen Alter bemerkbar machen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit ihrer Alzheimer Studie hierzu alarmierende Zahlen veröffentlicht und gibt gleichzeitig Entwarnung: Ein gesunder Lebensstil, gute Schulbildung und erfüllende Sozialkontakte können dem Ausbruch der Erkrankung entgegenwirken.

Alzheimer Studie der WHO-Die häufigsten Ursachen für eine Demenz

Äußere Faktoren tragen erheblich zur Bildung von Erkrankungen mit bei. Die Alzheimer Studie hebt besonders folgende Risikofaktoren hervor: Bluthochdruck, Depressionen, Diabetes, Übergewicht, soziale Isolation, Alkohol- und Nikotinmissbrauch. Aber auch das Tragen eines Helmes bei bestimmten (Freizeit-)Aktivitäten, kann eine Demenz vorbeugen. Wird das Gehirn verletzt, zum Beispiel durch einen Unfall oder durch eine Gehirnblutung beziehungsweise einem Schlaganfall, steigt die Möglichkeit einer Erkrankung. Als einer der Hauptauslöser bleibt die Alzheimer Krankheit genannt.

Isolation als Folge der Erkrankung: Betroffene häufig wenig gesellschaftlich integriert

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation Tedros Adhanom Ghebreyesus: „Demenz raubt Millionen von Menschen das Gedächtnis, die Unabhängigkeit und die Würde, aber sie raubt uns anderen auch die Menschen, die wir kennen und lieben.“ Die Weltgesundheitsorganisation hält in ihrer Alzheimer Studie fest, wie wenig die meisten Länder auf die zunehmende Anzahl an Demenzkranken vorbereitet seien. Das führe unwillkürlich zur Isolation der betroffenen Personen, so Tedros weiter: „Die Welt lässt Menschen mit Demenz in Stich.“ Aber nicht nur die direkt Erkrankten seien der Isolation und gesellschaftlichen Diskriminierung ausgesetzt. Die WHO benennt eindeutig auch Familienangehörige und weitere Bezugspersonen, wie beispielsweise Betreuerinnen und Betreuer von Demenzkranken. Jetzt sei es geboten dieser Entwicklung entschieden entgegenzuwirken, um so die Menschen aus der sozialen Ausgrenzung herauszuholen. Das Ziel müsse immer ein Leben in Würde sein. Als Orientierung und gutes Beispiel, wird von der internationalen Gesundheitsorganisation die 2019 in Deutschland konzipierte nationale Demenzstrategie erwähnt. Darin werde das Ziel der Teilhabe explizit formuliert, die Menschen sollen „in der Mitte der Gesellschaft“ bleiben. Zu mehr Sichtbarkeit tragen die regionalen Alzheimer-Gesellschaften mit bei, die mit ihren Angeboten viele Betroffene erreichen, so die WHO in ihrem Bericht.

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WHO fordert dringend mehr Investitionen in die Erforschung von Medikamenten

Besorgt äußern sich die Gesundheitsexpertinnen und -experten der WHO über das allgemein sinkende Interesse an der Erforschung neuer Medikamente. Nachdem zahlreiche Studien keine zufriedenstellende Ergebnisse hervorgebracht hätten, seien viele Investoren zurückhaltend geworden. Zwar habe die USA ihre jährliche Förderung im Bereich der Alzheimer-Forschung von einst 631 Millionen Dollar im Jahre 2015 auf 2,8 Milliarden Dollar im Jahre 2020 erhöht. Insgesamt seien aber die Investitionen gerade in der Medikamentenforschung beunruhigend rückläufig.

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